Veranstaltungen > aktuelle Vorträge

Gastvorträge des Ägyptologie-Forums im Frühjahrsemester 2019

1. Medizin und Magie am Beispiel Altägyptens - und heute?

Datum:Do, 4. April 2019
Zeit, Raum:18:00 Uhr, KOL-F-123
Referent: Dr. Robert Lüchinger (Zürich)

Leidenszustände gab es zu allen Zeiten. Die Betroffenen suchten nach Erklärungen, Heilung und Schutz. Von Heilkundigen wurden Wissen, Hilfeleistungen und Antworten erwartet unter dem zentralen Gesichtspunkt ihrer Wirksamkeit. Die altägyptischen Ärzte glaubten an die gemeinsame Wirkung von Handlungen, Arzneimitteln und magischen Massnahmen, eingebettet in ein tradiertes und beständiges Weltbild. Und heute? Was wirkt und wie? Hat die moderne naturwissenschaftliche Medizin das Element des Magischen überwunden?


2. Die Anfänge der ägyptischen Religion - Götter und Tempel von den frühesten Nachweisen bis zur 4. Dynastie.

Datum:Do, 23. Mai 2019
Zeit, Raum:17:00 Uhr, Kirchgemeindehaus Greifensee
Referentin: Dr. Heidi Köpp-­Junk (Universität Trier)

Religion war ein wesentlicher Bestandteil des ägyptischen Alltagslebens. Heute noch fasziniert sie durch ihr facettenreiches Götterpantheon mit den für uns fremd anmutenden Mischwesen in Tier-­ und Menschengestalt. Doch wie entstand die ägyptische Religion, wie sahen die ältesten Tempel aus, wer waren die frühesten Götter? Nicht zuletzt stellt sich die Frage: Wie widerspiegelt sich Religion in der Archäologie Ägyptens?

Heidi Köpp-­Junk stellt die frühesten Belege für die Anfänge der ägyptischen Religion vor, die bereits eine nahezu verblüffende Komplexität widerspiegeln.


3. Laute vom Nil - Past and Present - Musik von den Pharaonen bis heute.

Datum:Do, 23. Mai 2019
Zeit, Raum:18:30 Uhr, Reformierte Kirche Greifensee
Interpretin: Dr. Heidi Köpp, klassische Gesangsausbildung am Konservatorium der Musik in Göttingen

Die stimmgewaltige, internationale Sängerin Heidi Köpp, bekannt aus Funk und Fernsehen, Auftrittsgebiet innerhalb Deutschlands sowie weltweit, präsentiert ihr neuestes Programm „Laute vom Nil – Past and Present“ in Greifensee. Sie interpretiert mit Gitarrenbegleitung Pop-­ und Soul-­Titel, Chansons sowie Musical-­Songs und klassische Werke und zeigt damit (fast) alle Facetten, welche die Musik der letzten 500 Jahre hervorgebracht hat.

Heidi Köpps musikalisches Repertoire umfasst über vier Jahrtausende bis zu den altägyptischen Pharaonen. Sie singt echte Liedertexte aus dem Alten Ägypten: vom „Sänftenlied“ aus der Zeit der Pyramiden, dem „Lied der Winde“, gedichtet auf die Ramses-­Stadt, dem „Harfnerlied“ bis hin zu Tempelgesängen aus griechisch-­römischer Zeit. Sie präsentiert die Werke in eigenen Übersetzungen sowie in altägyptischer Sprache und ermö glicht den Zuhörern einen einzigartigen Einblick in die Zeit der Pharaonen. Als absolute Weltpremiere lässt Heidi Köpp nach 4 Jahrtausenden den Klang der Pharaonenzeit wieder auferstehen und begleitet sich mit einer altägyptischen Laute aus der Zeit Tutanchamuns und weiteren historischen Instrumenten – ein unvergleichliches Konzerterlebnis.

Heidi Köpp hat klassischen Gesang am Konservatorium in Göttinnen studiert, ist ausgebildete Mezzosopranistin und promovierte Ägyptologin.


4. Reichten Sahures Kontakte bis nach Troja? Anmerkungen zum Schatzfund von Dorak.

Datum:Do, 27. Juni 2019
Zeit, Raum:18:00 Uhr, KOL-F-123
Referent: Joachim Willeitner, M.A.

Im November 1959 veröffentlichte der Archäologe James Mellaart in einer Publikumszeitschrift einen angeblich im nordwesttürkischen Dorf Dorak von Einheimischen gemachten Schatzfund mit Objekten der Troja-­Yortan-­ Kultur, die er unter mysteriösen Umständen zu Gesicht bekommen hatte. Am spektakulärsten waren dabei Goldblechfragmente eines Möbelstücks mit der Titulatur des Sahure, die enge Kontakte zwischen Ägypten der 5. Dynastie und dem Großraum Troia belegen würden. Da Mellaart die Stücke nicht fotografieren, sondern nur abzeichnen durfte und der Fundkomplex seither verschollen ist, wurde immer wieder der Verdacht einer Fälschung geäussert. Zumindest für die Goldbleche dürfte diese Vermutung jetzt bestätigt sein, da eine offensichtliche und vom Fälscher seinerzeit fehlinterpretierte Vorlage existiert. Ganz aktuell tauchten zudem Hinweise auf, wer hinter der Fälschung stehen könnte.